• Ari – der Dampferkapitän

  • Finnlands Binnengewässer kann man mit dem Boot auf viele verschiedene Arten entdecken. Eine Fahrt mit dem Dampfschiff ist ganz besonders exotisch. Wenn es viele Passagiere gibt, fahren die Schiffe manchmal in Konvois.

  • Ari Juvas Leidenschaft für Dampfschiffe erwachte, als er noch ein Junge war. In den 1970ern, sobald er es sich leisten konnte, kaufte er sein eigenes Schiff.

  • Für Finnen gibt es keine Ferien ohne Sauna. Ari Juvas S/S Antero wird daher immer von einem Saunaboot begleitet. Zuerst die Schwitzkur, dann der Sprung in den See.

  • Am Hafen ist im Sommer eine Menge los. Jedes Jahr findet auf dem See Saimaa eine besondere Dampfschiffregatta statt.

  • Alle Dampfschiffe, die heutzutage in Finnland in Betrieb sind, wurden vor fast 100 Jahren gebaut. Die Technik der Vergangenheit und die Patina der Zeit machen diese Seefahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

  • Der Saimaa ist Finnlands größter See und ein wahres Paradies für Seebären. Der große See verfügt über fast 15.000 km Uferlinie und mehr als 13.000 Inseln.

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Ari – der Dampferkapitän

Finnlands Seenplatte ist ein Traumziel für Seeleute. Ari Juva fährt schon seit Jahrzehnten mit seinem eigenen Dampfschiff über den See Saimaa.

Ein finnisches Volkslied besagt, dass die Seefahrt das einzige ist, was sich wirklich lohnt. Für die meisten von uns Finnen ist dieser Liedtext nur ein Witz. Was uns betrifft, ist alles was man für einen Sommerurlaub braucht, eine Hütte mit einer Sauna irgendwo mitten im Wald. Segelboote sind nicht so wichtig. Dennoch gibt es Menschen, denen der Blick vom Ufer aufs Wasser einfach nicht ausreicht und deren Ferien erst dann so richtig losgehen, wenn ein Boot vom Steg hinaus auf den See gleitet. Einer dieser Menschen ist der Flottenadmiral (mit anderen Worten, der Vorsitzende) des Finnischen Dampfjachtverbands, Ari Juva.

Als Junge mit dem Dampfschiff-Virus infiziert

Dampfschiffe sind schon seit meiner Kindheit mein Hobby. Mein Interesse erwachte, als ich ungefähr 10 Jahre alt war und mit meinem Onkel und Patenonkel auf dem See Päijänne fuhr. Die beeindruckende Technik des Dampfschiffs – das Holz zu verbrennen, um den Dampf zu machen, der das Schiff antreibt, und das leise Stampfen des Motors – das war alles so anders als bei normalen Booten. Ich war fasziniert von dem Trubel und der Betriebsamkeit, die damit zusammenhingen.

Das ganze Jahr über Dampfschiffe im Kopf

Sobald ich in den frühen 1970ern genug Geld verdient hatte, kaufte ich mein eigenes Schiff, die S/S Antero. Die Antero (der Name ist die finnische Form von Andreas) war 1924 gebaut und ursprünglich als Schleppkahn verwendet worden. In den 1960er Jahren wurde sie noch immer benutzt, um Holzstämme zu den Sägewerken zu transportieren, bevor sie schließlich abgerüstet wurde und ich sie kaufte. Obwohl die alten Dampfschiffe geschickt konstruiert wurden und noch heute über einen Großteil der urspünglichen Bauteile verfügen, gibt es doch immer viel daran zu tun und die Instandsetzung beansprucht jedes Wochenende, auch im Winter.

Saimaa – das Paradies für Seebären

Ohne den See Saimaa, Finnlands größtes Binnengewässer, hätte mein Dampfschiffhobby wohl kaum ein solches Ausmaß erreicht. Der See besteht aus einem Labyrinth verschiedener Seen und ist ein Paradies für alle, die gern auf dem Wasser unterwegs sind. Der große See verfügt über fast 15.000 Kilometer Uferlinie und mehr als 13.000 Inseln. Wenn man unterwegs ist, trifft man daher ständig auf unterschiedliche Landschaften und unbewohnte Uferstreifen, wo man ganz einfach anlegen kann. Das verleiht den Fahrten auf diesem See ihren ganz besonderen Reiz.

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