• Die Samen – Die wahren Bewohner des Nordens

    Die Samen Lauri und Timo Hetta, Vater und Sohn, verbringen den Sommer auch zeitweise in ihrem früheren Heimatort in Purnumukka.

  • Ein britisches Paar lässt sich in der Schneekapelle des Hotels Kakslauttanen in einem lappländischen Igludorf trauen. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für viele Samen. Februar 2011.

  • Die Samen Lauri und Timo Hetta, Vater und Sohn, sind Rentierhirten, die in dem Dorf Vuotso leben. Auf dem Foto ist zu sehen, wie sie Rentierfelle lüften.

  • Dieses Schmuckstück der samischen Kultur ist als Risku oder auch als Solju bekannt. Es symbolisiert die Sonne und ist mit Lauchblüten verziert. Es wird über dem traditionellen Samen-Kleid getragen, um den Schal in der richtigen Position zu halten. Die Verwendung des Risku lässt sich auf die Hochzeitstraditionen der Samen zurückführen.

  • Die Samen Lauri und Timo Hetta, Vater und Sohn, sind Rentierhirten. Auf dem Foto sieht man, wie sie in dem Dorf Vuotso ihre Schneemobile reinigen.

  • Mitglieder einer Rentierweidegemeinschaft bei einer Rentierscheidung im Dorf Sevettijärvi in nordöstlichen Lappland nahe der norwegischen Grenze. In Finnland gibt es nur zwei Rentierweidegemeinschaften, in denen der seltene Dialekt Skoltsamisch gesprochen wird. Die andere Gemeinschaft befindet sich in Näätämö.

  • Der in Inari lebende Sami Jouni Aikio, auch als “Haikonen” bekannt, ist Berufsfischer. Er legt seine Netze im Januar im Inari-See aus.

  • Pelzschuhe, auch Nutukkaat genannt, von Miina Seurujärvi aus Ivalo, aus Rentierfell gefertigt. Sie halten ihre Füße auch bei extrem kaltem Wetter warm. Sie sind aus Rentierbeinfellen gemacht. Das sind die traditionellen Winterschuhe der Samen, die auch heute noch benutzt werden.

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Die Samen – Die wahren Bewohner des Nordens

Die Samen sind das einzige indigene Volk, das im Bereich der Europäischen Union lebt, und zwar im Norden Finnlands, Norwegens und Schwedens sowie auf der Halbinsel Kola im Nordwesten Russlands. Die samische Bevölkerung Finnlands ist etwa 9 000 Einwohner stark, und für die Erhaltung ihrer gefährdeten Sprache und Kultur setzt sich in Finnland ein autonomes Parlament in Inari ein.

Die Samen besitzen ein reiches Kulturerbe und sind für ihre enge Beziehung zu dem Land, auf dem sie leben, bekannt. Ihre ursprüngliche Religion wurzelte in einem tiefen Glauben an die Geistwelt und an die Kraft der sie umgebenden Natur. Sie glaubten, dass alles in Verbindung zur Erde steht und dass die Erde alles ist. Sie beteten Berge und Fjells sowie Gewässer an und brachten ihnen Opfer. Die Samen glauben auch, dass alles Organische beseelt ist und behandeln auch alles und jeden dementsprechend.

Die alte Lebensweise der Samen

Der Glaube der Samen an das Übernatürliche ist gut dokumentiert. Eine der bekanntesten Geschichten der Samen handelt von der Entstehung des Nordlichtes, als ein Fuchs über den nächtlichen Himmel lief und mit seinem Schwanz über den Himmel strich und so ein spektakuläres Leuchten hinterließ, damit die Menschen des Nordens es sehen konnten.

Der Schamanismus gehörte schon immer zu der Lebensweise der Samen. Die heilige Zaubertrommel ist heute ein beliebter Touristenartikel. Er diente dem Medizinmann ursprünglich gemeinsam mit dem Joik-Gesang der Samen als Trance-Mittel, um sich mit den Geistern in Verbindung zu setzen, deren Wille so der Gemeinde übermittelt wurde.

In der Vorstellung der meisten Finnen gelten die Samen oft als Rentierhirten. Die Rentierzucht war tatsächlich zusammen mit dem Fischen und Jagen traditionell ihre wichtigste Unterhaltsquelle. Heute arbeiten aber viele Samen auch in moderneren Berufen. Sie leben nicht mehr in den traditionellen, den Tipis ähnelnden Kotas, auch wenn viele von ihnen weiterhin eine sehr rustikale Lebensweise führen.

Es wird geschätzt, dass heute 60 Prozent der Samen außerhalb ihres Heimatbereichs leben. Das stellt eine Bedrohung für ihre ohnehin gefährdete Kultur dar und lässt den Zusammenhalt der Gemeinde immer schwerer werden. Die jungen Leute verlassen für ihre Ausbildung den Norden und suchen Arbeit im Süden, wobei sie im Laufe ihrer Integration in die moderne Gesellschaft ihre alte Lebensweise vergessen.

Es gibt einige Varianten der Samen-Sprache: Nordsamisch wird von etwa 2 000 Personen gesprochen, während die Dialekte Inari- und Skoltsamisch jeweils von nur etwa 300 Sprechern beherrscht werden. Heutzutage wird Samisch an den Universitäten von Helsinki, Oulu und Rovaniemi gelehrt, und die Anzahl der Studierenden steigt langsam aber stetig.

Lappland

Kontraste sind ein Hauptelement des finnischen Flairs. Das bunte Treiben der Städte und Skigebiete ist nur Minuten entfernt von Ruhe und Frieden der Wildnis.

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