• Gefühl für Finnland

    Paltaniemi, Seenplatte

    Was die Kamera im Moment der Aufnahme einfängt – das ist es, was ich mir in meinen Gedanken vorstelle. Darin liegt für mich der Zauber des Fotografierens und darum ist es immer Weihnachten in meiner Dunkelkammer, sogar im Mittsommer.

  • Hirvensalmi, Seenplatte

    Morandi bemalte sein ganzes Leben lang leere Weinflaschen. Auch meine Art zu arbeiten ändert sich kaum. Das bedeutet nicht, dass ich das Ergebnis meiner Arbeit voraussehe könnte. Aber allein der bedeutet für mich, dass gerade eine neue Flasche entkorkt wurde.

  • Piimävuori, Seenplatte

    Meine Arbeit ist das Gegenteil von üblichem Fotografieren. Die Kamera steht still, während ich mich blind und intuitiv bewege, um die entscheidende Stelle zu finden, an der die Linse ihre Magie entfalten kann.

  • Nauvo, im Archipel

    Als ich ins Wasser ging, wusste ich nicht, dass der heiße Sand, der an meinem nassen Rücken klebte, ihn in einen Grabstein oder einen Dalben für Fischerboote verwandeln würde.

  • Asikkala, Seenplatte

    Zwei Schulterblätter, zwei Arme, zwei Ellbogen und zwei Hände: Mit dem Wort zwei entsteht Symmetrie. Kopflos zu sein – ein einzigartiges Phänomen – ist etwas anderes. Ich frage mich, ob es wohl möglich ist, den Körper zu spüren, ohne dabei den Kopf zu gebrauchen?

  • Ivalo, Lappland

    Ich fotografiere lieber mich selbst als jemand anderen, denn meine Aufnahmen können von manchmal schmerzhaft sein oder sogar gefährlich. Selbst wenn sie relativ einfach zu bewerkstelligen sind, können sie doch reichlich unbequem sein, wenn man versucht, eine Pose zu halten.

  • Asikkala, Seenplatte

    Hier kam mir die Idee, den Kopf durch das Wasser vom Körper zu trennen. Womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte: Der walförmige Fels drohte mich beinahe zu verschlingen, wie Jonah.

  • Saimaa, Seenplatte

    Hier war meine Absicht, auf den kalten Nordwind wie ein Bonsai-Baum zu reagieren, indem ich mit meinem Körper eine Art knorrigen Baumstamm bildete.

  • Koli, Seenplatte

    Unsere enge Bindung zur Natur ist der Schlüssel zu allem. Finnland hat das Glück, in Fülle über die Geschenke der Natur zu verfügen – einzigartige Orte der Ruhe, Kontemplation und einzigartige Orte der Ruhe, Kontemplation und des Zusammenseins.

  • Väisälänsaari, Seenplatte

    Ich arbeite wie ein Fotograf für Dokumentarfilme. Was ich als Negativ einfange, entspricht immer dem, was im Positiv zum Vorschein kommt – ein ausgewogener Bootskiel oder eine ausgestreckte Hand zu Birkenblättern – immer ist das abgebildet, was in der Realität zuerst geschah.

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      in Finland

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Gefühl für Finnland

„Gefühl für Finnland“

Arno Rafael Minkkinen (Fotograf)

 

Wir alle haben eine Vorstellung von zu Hause. Ich wurde im Jahre 1945 in Helsinki  geboren, wuchs aber in Amerika auf. Die 16-jährige Abwesenheit von meiner Heimat hat ein Vakuum in mir erzeugt – eine liebevolle Sehnsucht, ein unbewusster Drang, zurückzugehen. Jedes Mal, wenn das Flugzeug in Vantaa zur Landung ansetzt, warte ich auf den ersten Stoß der Räder auf den Boden. Falls es eine Bruchlandung wird, bin ich dann wenigstens zu Hause.

Die Heiligkeit der Nacktheit

Meine ersten Fotos in Finnland habe ich in Nauvo aufgenommen. Diese Fotos bestätigten für mich die Heiligkeit der Nacktheit. Die Kargheit oder das Wesentliche, das die Natur umgibt, umgibt auch uns. In Finnland kann die Natur sich von ihrer schönsten Seite zeigen. Wenn man hier alleine nackt im Wald oder am Strand ist, kommt man dem Gefühl der Schöpfung wahrscheinlich am nächsten. Ich liebe es, meine Zehen in den Waldboden zu graben oder wie ein Affe barfuß und mit nacktem Hintern über die Felsen am Seeufer zu klettern.

– Arno Rafael Minkkinen

 

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Finnland

Finnland ist ein Land der Gegensätze, von den vier Jahreszeiten, der Mitternachtssonne und der Winterdunkelheit bis hin zum Urbanen und Ländlichen, dem Osten und Westen.

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