Straßenkunst in Kalasatama
Kalasatama (Fischhafen), ein Stadtteil der Hauptstadt Helsinki, ist zu einem Paradies für Graffitikünstler, Amateurgärtner, Skater und Musiker geworden. Der direkt am Meer gelegene Bezirk wird gegenwärtig in ein Wohngebiet verwandelt, in dem 18 000 Einwohner unterkommen sollen. Während der Bauphase ist Kalasatama ideal für jede Art von Straßenkunst geeignet.
Für alle, die sich für individualistische Gegenwartskultur interessieren, ist das Gebiet östlich der Innenstadt Helsinkis ein Muss.
Während die Stadtviertel Kallio, Vallila und Alppila junge Leute mit einem Hang zum Künstlerleben mit Cafés, Bars, Plattenläden, Flohmärkten und einer entspannten Atmosphäre verwöhnen, sorgen Kalasatama und Suvilahti für ein Kontrastprogramm.
Das raue Stadtbild liefert eine inspirierende Kulisse für Straßenkunst. In den vergangenen Sommern wurde damit begonnen, in den ehemaligen Industriegebieten und Häfen bemerkenswerte Partys und alternative Events zu organisieren, Künstler arbeiten an Graffitiwänden und Schrebergärten wurden gegründet.
Oasen auf Zeit mitten in der Stadt
Die Stadt Helsinki hat Kalasatamas ehemalige Hafengegend während der Bauphase des Wohngebiets zur zeitlich begrenzten Nutzung freigestellt.
In Kalasatama und Suvilahti wurde knapp ein Kilometer Zaun zum Graffitisprayen freigegeben. An sonnigen Tagen kann man bis zu 100 Sprayer gleichzeitig bei der Arbeit beobachten.
Der aus Containern bestehende Konttiaukio („Container-Platz”) war im Sommer 2011 ein echter Hit in Kalasatama. In seinem Zentrum befindet sich ein Treffpunkt namens Bermuda. In der Gegend wurden auch einige Indie-Events organisiert, darunter Konzerte, Filmvorführungen, Fahrradfrühschoppen und Outdoor-Diskos.
Tanzen unter dem Sommernachthimmel ist ein so unvergessliches Erlebnis, dass sich nur wenige nach Berlin sehnen werden, Europas heißestem Pflaster für Untergrundkultur. Kalasatama hat sich zu Helsinkis Kreuzberg oder Friedrichshain entwickelt.
Gärten, Cafés, Zirkus und Festivals
Weitere spannende Ort in Kalasatama sind zum Beispiel der trendige Schrebergarten der Umweltorganisation Dodo, ein Containercafé namens Ihana (finnisch für „wundervoll“), das teilweise im Rahmen eines Projekts der Aalto-Universität fertig gestellt wurde, ein Skate-Park, ein Spazierpfad am Meer und ein Basketballplatz.
Das benachbarte Viertel Suvilahti ist Sitz des Cirko Center für neuen Zirkus. Außerdem gibt es dort eine Graffiti-Galerie und mehrere andere Kulturgruppen. Das Kultur- und Musikfestival Flow sowie das Tuska-Festival, das den Ruf Helsinkis als einer der Welthauptstädte für Metal-Musik aufrecht erhält, ziehen jeden Sommer Tausende von Menschen an.
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Helsinki ist eine moderne europäische Stadt mit mehr als 450 Jahren Geschichte und Traditionen, die eine natürliche Symbiose mit zeitgenössischem Design und Trends eingehen. Die finnische Hauptstadt ist kompakt und gemütlich und ihre Erkundung ist eine stressfreie Angelegenheit.







