• WILD AUF ARKTISCHEN WINTER

  • In den Fjells können Sie kilometerweit sehen, aber Sie hören nichts als Ihren eigenen Atem und den Schnee, der unter Ihren Stiefeln knirscht. Die Welt ist wie ein Stummfilm in Blau und Weiß.

  • In Lappland sieht man überall Rentiere. Am Straßenrand, vor Ihrem Hotel, in den Fjells. Aber sie sind nicht wirklich wild. Alle Rentiere sind mit Ohrmarken gekennzeichnet und gehören einer der Rentierzuchtgenossenschaften.

  • Für Touristen ist besonders der Frühling in Kilpisjärvi ein Erlebnis. Wenn die Sonne scheint, brauchen Sie in den Fjells nur einen Pullover und der Schnee glitzert wie Millionen winzige Spiegel.

  • Verglichen mit anderen Nutztieren haben Rentiere ein ziemlich gutes Leben. Sie dürfen das ganze Jahr über draußen in den Fjells umherstreifen.

  • Die Rentiere finden unter der Schneedecke kaum Flechten. Niels-Matti fährt täglich mit dem Schneemobil in die Fjells und bringt den Tieren Hunderte Kilo Silage und Trockenfutter.

  • Nils-Matt ist Same und gehört zum Volk der Ureinwohner Lapplands. Die samische Tracht wird heute nur zu feierlichen Anlässen getragen. An ihrer Machart erkennt man die Zugehörigkeit zu einer Familie und Gruppe sowie die Herkunft aus einer bestimmten Gegend.

  • Alle Berge Finnlands mit einer Höhe von über tausend Meter sowie 60 % der finnischen Fjells liegen in Enontekiö, Finnlands „Arm“.

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      in Finland

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Wild auf arktischen Winter

Manche Menschen mögen lieber Winter als Sommer. Der Rentierzüchter Nils-Matti ist einer von ihnen.

Finnisch-Lappland ist groß. Es umfasst ein Gebiet, das größer ist als Portugal. Aber die Idee Lapplands ist noch größer. Viele Touristen denken, dass sie Lappland erreicht haben, wenn sie eigentlich erst auf halber Strecke ins nördliche Finnland sind. Je weiter man in den Norden reist, desto besser versteht man die wahre Bedeutung Lapplands.

In den Fjells sieht man kilometerweit

Je weiter man den ausgestreckten „Arm“ des nordwestlichen Finnlands Richtung Norden hochfährt, verschwinden die Kiefernwälder langsam aus der Landschaft, die Birken schrumpfen auf einen Meter Höhe, die Fjells erheben sich um Sie her und die Stille – ist anders als überall sonst auf der Welt. Man kann kilometerweit sehen, aber Sie hören nichts als Ihren eigenen Atem und den Schnee, der unter Ihren Stiefeln knirscht. Besuchen Sie Kilpisjärvi, ein kleines Dorf in Enontekiö, und Sie werden verstehen, warum Touristen Jahr für Jahr immer wieder hierhin zurückkehren.

„Die Stadt ist kein Ort für Menschen“

Der Same Nils-Matti Vasara hat sein ganzes Leben in Kilpisjärvi verbracht. Die Wurzeln seiner Familie lassen sich 12 Generationen zurückverfolgen. Nils-Matti ist nur wenige Male in Südfinnland gewesen, und dann nicht einmal ganz freiwillig. Seiner Meinung nach gibt es in Kilpisjärvi alles, was man zum Leben braucht. Am wichtigsten ist natürlich die atemberaubende Landschaft, durch die seine Familie seit Jahrhunderten ihren Lebensunterhalt bestreitet. Obwohl der Sommer in Lappland schön ist, bedeutet der Winter doch eine besondere Zeit für Nils-Matti. Sommer und Herbst vergehen einfach so, man ruht sich aus und wartet auf den ersten Schnee. Sobald die Fjells im Oktober–November endlich von einer weißen Schicht bedeckt sind, beginnt der normale Alltag. Auch, weil man dann das Schneemobil wieder aus der Garage holen und damit viel leichter über die Fjells fahren kann.

Das Licht des Winters

Für Besucher aus dem Süden ist Lappland der perfekte Ort zum Ausruhen und Entspannen. Was auch immer der Grund für Ihre „Flucht“ sein mag: Wo, wenn nicht hier, in der offenen Weite des hohen Nordens, können Sie Ihre Batterien wieder aufladen? Unter der Frühlingssonne auf den Gipfeln der Fjells brauchen Sie nur einen Pullover und der Schnee glitzert wie Millionen winzige Spiegel. Die Welt ist wie ein Stummfilm in Blau und Weiß. Bis sich die Dunkelheit herabsenkt – dann ist der Himmel ein Meer aus Farben. In klaren Nächten leuchten die Nordlichter und erhellen die Fjells, als wäre es Tag.

 

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Finnland

Zeit, Raum, Ruhe und innerer Frieden – vier Qualitäten, die im Zeitalter des Fortschritts zum Fremdwort geworden sind. Finnland bietet Ruhebedürftigen die Möglichkeit, einen Gang zurückzuschalten – selbst inmitten der Stadt – und die unberührte Natur ist von überall aus nur eine halbe Stunde entfernt.

Pure Stille