Regionen - Ein Land voller Kontraste

Die finnischen Städte sind angenehm überschaubar, die finnischen Wälder dagegen unendlich groß. Sie können ohne Probleme umherstreifen und die Sehenswürdigkeiten von Helsinki, Turku und Tampere bestaunen. Die Wälder Finnlands sind so tief und weit, dass Sie sie wochen- oder gar monatelang durchwandern können, und noch kein Ende sehen.

Region Helsinki
 
Eine in goldenes Licht getauchte Stadt auf felsiger Landzunge, von hunderten Inseln umringt, gekrönt von den grünen Kuppeln eines Doms, überwölbt von blauem Himmel – dieses malerische Bild bietet sich Ihnen, wenn Sie sich Helsinki an einem klaren Sommernachmittag von See her nähern.
Nicht weniger beeindruckend ist eine Anreise im Winter, wenn Scheinwerfer die Konturen von Helsinkis klassizistischen Bauten in der Nacht beleuchten. Helsinki ist einfach ein magischer Ort der reizvollen Kontraste: von Land und Meer, Licht und Dunkel, urbaner Dynamik und natürlichem Lebensgenuss. Dazu liegt Helsinki kulturell genau an der Schnittstelle von Ost und West.

Gegründet wurde Helsinki – unter dem Namen Helsingfors – 1550 von Schwedenkönig Gustav I. Wasa, um dem reichen Tallinn am jenseitigen Ostseeufer eine Handelskonkurrentin zu schaffen. Die schwedischen Ursprünge der finnischen Hauptstadt lassen sich bis heute an den sowohl schwedisch- wie finnischsprachigen Straßenschildern ablesen. Wirklich Karriere machte Helsinki aber erst unter den russischen Zaren. Die Regenten verlegten 1812 die Hauptstadt von Turku in den damals knapp 3.500 Einwohner zählenden Ort, der von St. Petersburg aus schnell zu erreichen war. Nach den Plänen von Johan Albrecht Ehrenström und dem Berliner Architekten Carl Ludwig Engel entstand an der Ostsee ein klassizistisches Juwel, in dem sich bis heute schwedische, russische und finnische Kultur gleichermaßen widerspiegeln.

Nach seiner Unabhängigkeit stieg Finnland im 20. Jahrhundert zum Industrieland auf. Vor allem die Hauptstadt erlebte ein rasantes Wachstum. Heute erstreckt sich Helsinki mit einer Fläche von 686 km² weit über die Halbinsel hinaus. Mehr als eine halbe Million Finnen wohnen und arbeiten hier. Im Großraum Helsinki, zu dem auch die Nachbarstädte Espoo und Vantaa gehören, leben sogar 1,2 Millionen Menschen. Das ist fast ein Viertel der Bevölkerung Finnlands.

Trotz seiner Größe ist Helsinki eine Metropole mit menschlichem Maß geblieben. Fast alle Sehenswürdigkeiten liegen in Gehabstand zu einander und lassen sich bequem „erwandern". Und da das Stadtgebiet zu 30 % aus unbebauten Flächen wie Wäldern und Parks besteht und 98 km Küstenlinie sowie 315 Inseln umfasst, bietet Helsinki eine Naturnähe und einen Freizeitwert, wie er in vergleichbar großen Städten nur selten zu finden ist.

Darüber hinaus lassen sich von Helsinki aus wunderschöne Ausflüge machen. Zum Beispiel per Schiff in historische Porvoo oder durch das Archipel vor der Stadt. Herrliche Wanderungen lassen sich im nahen Nationalpark Nuuksio machen. Im Rahmen einer Tagesfahrt ist auch die estnische Metropole Tallin zu erreichen – mit der Schnellfähre dauert die Fahrt über die Ostsee nur 90 Minuten. Auch für Kreuzfahrten nach St. Petersburg im Osten und nach Stockholm im Westen ist Helsinki der perfekte Ausgangspunkt.

Süd Finnland und Schärengebiet, Westküste

"Varsinais Suomi", das eigentliche Finnland – so nennt sich stolz die Region um Turku. Und das mit Recht. Denn in dieser abwechslungsreichen Küstengegend siedelte vor Urzeiten der Stamm der Finnen, der dem ganzen Land den Namen gab. Hier ließen sich im Mittelalter aber auch die ersten schwedischen Siedler nieder.

Die älteste Stadt Finnlands

Die Wiege der finnischen Kultur steht an der Mündung des Aurajoki: Hier entstand im Jahr 1229 die Stadt Turku. Um 1160 als Handelsplatz gegründet, wurde Turku schon im 13. Jahrhundert zum Bischofssitz erhoben. Glanzzeiten erlebte die lebhafte Mini-Metropole im 16. und 17. Jahrhundert, als hier die erste Universität Finnlands gegründet wurde.

Drei Jahre nachdem Finnland 1809 an Russland gefallen war, ging die Hauptstadtwürde von Turku an Helsinki verloren. Heute ist Turku mit 170.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Finnlands und lebt von einem florierenden Hafen, dem Schiffsbau und einer Reihe aufstrebender Technologiezentren.

Wer Turku besucht, entdeckt auf historischem Boden eine moderne Stadt mit vielen Facetten: Kunst und Musik, Museen und historische Sehenswürdigkeiten, Architektur und Geschäfte für finnisches Design prägen das Bild der Stadt. Hinkommen ist ganz leicht: Sie erreichen Turku direkt mit dem Fährschiff via Stockholm oder mit dem Flugzeug.

Den besonderen Charme der Stadt genießen Sie am Besten beim Spaziergang längs des Aurajoki - der Weg führt von der Domkirche zur Burg und verbindet die beiden Wahrzeichen Turkus. Atmen Sie die einzigartige Atmosphäre des Flussufers bei einer der zahlreichen Sommerveranstaltungen oder in einem der vielen Cafés und erstklassigen Restaurants. Oder wie wäre es mit einer Partie Golf in einer lauen Sommernacht am Meeresstrand? Die besondere Atmosphäre Turkus erlebt man besonders intensiv auch beim Besuch eines der Restaurantschiffe, die sich fest vertäut sanft auf dem Aurajoki wiegen.

Westlich von Turku lockt der finnische Schärengarten mit seinen Abertausend kleinen Inseln und Klippen – ein Paradies für alle, die die Ruhe des Meeres lieben. Per Schiff können Sie diese Inselwunderwelt bis zum äußersten Schärengürtel kennen lernen. Alternativ können Sie das weitläufige Inselreich aber auch mit dem Auto "erfahren": Die Schären-Ringstraße bringt Sie über Brücken und via Fähren von Insel zu Insel.

Tipp!
Machen Sie einen Besuch bei den berühmten Mumins, Tove Janssons liebenswerte Wesen, die auch im Ausland in vielen Kinderzimmern zu finden sind, leben auf ihrer eigenen Insel bei Naantali, unweit von Turku.

Åland Inseln

Im frühen Mittelalter von Wikingern besiedelt und seither schwedischsprachig, wurden die Ålandinseln im 19. und 20. Jahrhundert zu einem heiß umkämpften Zankapfel. 1809 fielen sie mit Finnland an Russland. Als Finnland sich dann 1917 vom Zarenreich löste, verlangten auch die Åländer ihr Recht auf Selbstbestimmung und wollten zurück nach Schweden. Der Kompromiss, 1921 vom Völkerbund vermittelt, schenkte der Inselgruppe eine weitgehende Autonomie im finnischen Staatsverband.

Der Åland Archipel besteht aus nicht weniger als 6.500 Inseln und Schären. Niemand hat je all die kleinen Felsbuchten gezählt, darum können Reisende immer wieder neue Entdeckungen machen.

Die 25.000 Einwohner leben überwiegend von Tourismus, Seefahrt und Bankgewerbe. Das Heimatrecht sorgt dafür, dass ihre kulturelle Identität gewahrt bleibt. Als einzige Provinz Finnlands sind die Inseln einsprachig - und zwar schwedischsprachig. Schwedisch ist auch die einzige Amtssprache. Mit der EU besteht eine besondere Duty Free-Regelung, so dass Sie auf den Fähren zwischen Schweden und Finnland, die im Hafen der åländischen Hauptstadt Mariehamn anlegen, auch heute noch zollfrei einkaufen können.

Weitere Besonderheiten? Jede Menge! Die Ålandinseln besitzen sogar eine eigene Post mit eigenen Briefmarken. Und eine eigene Flagge, die über mehr als der Hälfte aller finnischen Handelschiffe weht. Außerdem sind sie seit dem Krimkrieg Mitte des 19. Jahrhunderts entmilitarisiert – also echte Inseln des Friedens!

Minimetropole Mariehamn

Wie es sich für Nachfahren der Wikinger gehört, dreht sich bei den Åländern fast alles um die Seefahrt. Ganz besonders gilt dies in der zwischen zwei hervorragenden Naturhäfen gelegen Inselhauptstadt Mariehamn. Hier leben 11.000 Menschen, also fast die Hälfte aller Åländer. Erst 1861 von Zar Alexander II. gegründet und auf den Namen seiner Frau Maria Alexandrowna getauft, lockt Mariehamn mit seinem maritimen Charme jährlich über 1,5 Mio. Touristen an. Besonders lebhaft geht es im Juli zu, z.B. bei "Ålandia Jazz", einem dreitägigen, internationalen Musikfestival.

Im Westhafen Mariehamns liegt eine der Hauptattraktionen der Stadt, die 1903 gebaute, stählerne Viermastbark "Pommern". Sie ist einzige ihrer Art weltweit, die bis heute im Originalzustand erhalten ist. Windjammer-Fans werden auch am Osthafen, im Seequartier fündig. Hier können Sie eine originalgetreue alte Schiffsschmiede sowie nachgebaute historische Segelschiffe besichtigen, die man auch für Gruppenausflüge chartern kann. Immer zu den Åland Seetagen startet von hier eine Regatta mit historischen Segelbooten. Die lange maritime Tradition der Ålandinseln lernen Sie im Seefahrtsmuseum kennen. Die bewegte Geschichte der Inseln dokumentiert das Ålandmuseum, das 1981 vom Europarat zum „Museum des Jahres" gewählt wurde.

Als perfekte Ferienunterkunft ist nichts schöner als eine echte Åland- Hütte. Nur einen Steinwurf vom Meer entfernt, können Sie im Ferienhaus wochenlang dem beruhigenden Klang der Wellen lauschen, die gegen die Felsen schwappen. Vielleicht ist für Sie auch Bed & Breakfast eine Alternative? In einem privaten Domizil zu wohnen ist eine hervorragende Möglichkeit, die gastfreundlichen Åländer kennen zu lernen. Campingfreunden  stehen zahlreiche komplett ausgestattete Campingplätze zur Verfügung. Wofür auch immer Sie sich entscheiden: Wir versprechen Ihnen geruhsame Ferien weitab von ausgetretenen Pfaden, Menschenmassen – und Parkplatzproblemen. Ganz Åland kommt mit einem einzigen Parkplatzwächter aus!

Tipp!
Allen Abenteuerlustigen empfehlen wir Tauchgänge, Kletter- oder Kanu-Touren. Mit dem Kajak können Sie sich durch flache Gewässer schlängeln, in die sich größere Boote nicht hineinwagen dürfen. Die Kajak- und Kanu-Verleiher auf den Ålandinseln bringen Sie gerne zu Ihrem Startpunkt und holen Sie dort ab, wo Sie es möchten. Vorteil: Sie müssen nie dieselbe Strecke hin und zurück paddeln.

Auf halber Strecke zwischen Turku und Helsinki, im idyllischen Fiskars, erzählt ein sehenswertes Museum die Geschichte der 1649 errichteten Eisenhütte. Heute ist das mit dem Europa Nostra-Preis ausgezeichnete Dorf eine Handwerker- und Künstlerkolonie, mit einer Schmiede, vielen anderen Werkstätten, Ateliers und Kunsthandwerksläden.

Das idyllische Tammisaari – oder Ekenäs, wie die mehrheitlich schwedischsprachigen Einwohnern ihr Städtchen nennen - ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Streifzüge durch den Nationalpark Schärengarten.

In Hanko (schwedisch: Hangö) erreicht man den südwestlichen Endpunkt der Königsstraße und Finnlands südlichste Stadt. Die quirlige Hafenstadt liegt eingebettet in eine atemberaubende Küstenszenerie und ist für viele Fährreisende die erste Station in Finnland. Kulturell und historisch interessant sind vor allem die kunstvollen Holzvillen im Kurpark und die Orthodoxe Kirche.

Gleich zwei Superlative erwarten Sie 25 km südwestlich von Hanko: Die Insel Bengtskär ist der südlichste bewohnte Punkt Finnlands. Gleichzeitig reckt sich auf Bengtskär der höchste Leuchtturm des Nordens 52 Meter hoch in den Himmel.

Wer sich für Finnlands Kunstgeschichte interessiert, muss schon kurz hinter Helsinki den ersten Zwischenstopp einlegen. In Tuusula am gleichnamigen See hat sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts die kulturelle Avantgarde des Landes niedergelassen. Aleksis Kivi - er schuf mit „Die sieben Brüder" den ersten modernen Roman in finnischer Sprache - lebte und starb hier. An der historischen Uferstraße können Sie Jean Sibelius‘ Landhaus "Ainola" besichtigen. Beim Blockhaus "Halosenniemi", das sich der Maler Pekka Halonen 1902 als Atelier in der Wildnis erbaute, finden im Sommer viel beachtete Konzerte statt.

Von Helsinki aus auch per Schiff gut zu erreichen ist Porvoo. Die zweitälteste Stadt Finnlands ist mit ihren Holzhäusern und mittelalterlich-engen Gassen zugleich eine der schönsten des Landes. Besonders sehenswert in Alt-Porvoo: die Domkirche, in der 1809 der erste finnische Landtag zusammentrat, das alte Rathaus mit dem Stadtmuseum sowie das Haus des Dichters Johan Ludvig Runeberg. Ihm verdanken die Finnen ihre Nationalhymne. Zudem finden Sie in Porvoo mehr Kunstgalerien auf engstem Raum als in jeder anderen Stadt Finnlands.

In Kotka, fast an der Grenze zu Russland, spüren Sie den kulturellen Einfluss von Finnlands großem Nachbarn besonders intensiv. Wahrzeichen der Stadt sind die orthodoxe Nikolai-Kirche und ihre zahlreichen, sehr unterschiedlich gestalteten Parks. Unbedingt besichtigen sollte man die Kaiserliche Fischerhütte von Zar Alexander III. Was sich in Finnlands Seen und Bächen so tummelt, können Sie im Maretarium von Kotka erfahren. Das moderne Aquarium am Jachthafen lädt zu tiefen Blicken in die geheimnisvollen Welten unter der Wasseroberfläche ein.

Kymenlaakso

Die Küste des Finnischen Meerbusens verwöhnt Sie mit einer märchenhaft schönen Inselwelt, idyllischen Fischerdörfern und vielen historischen Stätten. An den Kymijoki-Stromschnellen können Sie große Fische an Land ziehen.  Der Norden der Provinz bietet Wildnis und eine herrliche Seenlandschaft, deren Kronjuwel der Repovesi Nationalpark ist. In Kouvola, Kotka und Hamina erwarten Sie im Sommer zahlreiche Attraktionen. Zudem finden Sie in der Region drei Golfplätze.

Tipp! Lemi  Särä ist ein Gericht aus Hammelfleisch, das in einer Holzform zusammen mit Kartoffeln gegart wird. Serviert wird es zusammen mit "Rieska", einem ungesäuerten Brot und selbstgebrautem Bier. Als Dessert wird traditionell eine süße Suppe gereicht.
 
Alt-Rauma und sein historisches Erbe

Die Küstenstadt Rauma lockt Sie mit ihrer vorgelagerten Inselwelt und der herben Schönheit des Leuchtturms von Kylmäpihlaja. Das neue Rauma Maritime Museum bringt Interressierten die Geschichte der Seefahrt auf beeindruckende Weise näher. Aber die größten Sehenswürdigkeiten sind zweifellos die historischen Holzhäuser von Alt-Rauma. Das Stadtviertel  ist kein Freilichtmuseum, auch wenn es zum  UNESCO Weltkulturerbe gehört.  Im Gegenteil: Das Leben hier hat nie aufgehört zu pulsieren, und das Viertel ist dank neuer Bewohner und dutzender Boutiquen ein vitaler Teil der Stadt. Gleich außerhalb von Rauma, bei Lappi, stoßen Sie auf das nächste von der UNESCO geschützte Weltkulturerbe: Sammallahdenmäki ist ein Grabhügel mit rund 34 Gräbern aus der skandinavischen Bronzezeit.

Tipp!
In Rauma und seiner Umgebung können Sie dem Lauf der Geschichte in einer auch in Finnland einzigartigen Dichte folgen: von den vorgeschichtlichen Funden von Eura über die bronzezeitlichen Gräber von Sammallahti und das mittelalterliche Alt-Rauma bis heute.

Der Rhythmus von Pori

Man nennt sie die Perle der finnischen Westküste: die Stadt Pori, malerisch am Meer und Fluss gelegen. Als Highlight lockt sie in jedem Sommer mit Europas größtem Jazz-Festival. Darüber hinaus erwarten den Besucher hochkarätige Ausstellungen, festliche Kulturevents und die sommerliche Märkte. Schlendern Sie über den Marktplatz oder die Promenade, erfreuen Sie sich an den alten Häusern am Südufer des Kokemäenjoki, an den Parks, an den Dünen von Yyteri und an der Küstenlandschaft von Reposaari. Yyteri ist übrigens ein ideales Reiseziel für Familien und Strandurlauber. Sie alle werden mit sechs Kilometer langen, herrlichen Sandstränden und flachem, kinderfreundlichem Badewasser verwöhnt. Darüber hinaus können Ihnen Kurhotel, Campinganlage, Feriendorf, Golfplatz, Surf Center und Reitschule erholsame Ferien versprechen.

Freuen Sie sich auf Sommer-Sonnen-Spaß in Vaasa, Finnlands Stadt mit den meisten Sonnenstunden. Vaasa feiert in diesem Jahr sein 400. Stadtjubiläum mit Veranstaltungen aller Art. Stürzen Sie sich einfach  ins Vergnügen: Der Wasalandia-Vergnügungspark vor den Toren Vaasas und das Erlebnisbad Tropiclandia sowie der neue Aussenwasserpark bieten reichlich Gelegenheit dazu.

Hier, an der engsten Stelle des Bottnischen Meerbusens, lädt die herrliche Inselwelt der Replot-Schären zu maritimen Entdeckunstouren ein. Die Umgebung Vaasas ist nicht weniger ideal für Radtouren und Spaziergänge. Versäumen Sie zum Beispiel nicht, den Leuchtturminseln Valsören und Mickelsören mit ihren einzigartigen Naturreservaten einen Besuch abzustatten.

Grandiose Naturerlebnisse warten auch auf dem Festland. Auf den zahlreichen Flüssen und Seen der südlichen Vaasa-Region können Sie nach Herzenslust paddeln und angeln – und spätestens, wenn Sie erst im Lauhanvuori-Nationalpark in freier Natur über dem Lagerfeuer einen Lachs gegrillt haben, werden Sie sich wie ein echter Abenteurer fühlen.

Schon am nächsten Tag haben Sie dann Gelegenheit, sich in einem der vielen Kurbäder der Vaasa-Region verwöhnen zu lassen. Beispielweise im Kurbad Härmä mit seinem vielseitigen Angebot. Sie spielen Golf? Dann sind Sie am Lappajärvi-See im Spa Hotel Kivitippu goldrichtig. Mit seinen natürlichen Wasserhindernissen verspricht das Grün am Lappajärvi höchsten Golfgenuss.

Zwischen Mai bis September bietet die Region Vaasa zahlreiche kulturelle Erlebnisse. So kommen beispielweise alljährlich im Mai zum Chorfestival und finnlandschwedischen Sängerfest rund 6000 Sänger nach Vaasa. Im Juni feiert die Stadt das Korsholm Kammermusikfestival, dem im Juli das Rockperry-Rockfestival folgt. Im August schließlich wird jedes Jahr Vaasan Marssi organisiert, eine internationale Veranstaltung für Wanderer.

Tipp!
Die Vaasa-Region und Österbotten sind ein Paradies für Radfahrer. Auf den gut ausgebauten Strassen in der Stadt und entlang der Küste und Flüsse rollen die Reifen fast wie von selbst. Bei mehrtägigen Ausflügen sind die gemütlichen B&B-Unterkünfte der Region das perfekte Quartier.

Kalajoki
Kalajoki am Bottnischen Meerbusen ist ein Ferienparadies gleich an der See. Inmitten unberührter Landschaft gelegen, bietet es dennoch jeden modernen Komfort. Eine bunte Palette von Aktivitäten und erstklassige Dienstleistungen locken Urlaubsgäste das ganze Jahr über hierher. Wir laden auch Sie ganz herzlich ein, unser freundliches Küstenstädtchen zu besuchen. Besonders bekannt ist Kalajoki für seine endlosen Sandstrände. In den Dünen von "Hiekkasärkät" können vor allem die Kleinen herrlich herumtollen - während die Eltern Sonne und Meer genießen. Ein absolutes Muss für Familien sind auch der JukuJukumaa-Vergnügungspark und die SaniFan-Badelandschaft gleich nebenan, in der Sie stets tropische Wärme umfängt, ob bei Regen oder Sonnenschein.

 Verbessern Sie Ihr Handicap auf dem 18-Loch-Golfplatz nahe dem Strand. Oder wie wäre es mit Bowling, Go-Carts, Beach Volleyball oder Frisbee Und das sind längst nicht  alle Möglichkeiten, die Kalajoki zu bieten hat. Auf Naturpfaden können Sie die herrliche Landschaft durchstreifen, zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Und wenn Ihnen die nötige Ausrüstung fehlt – kein Problem: Sie können alles bequem vor Ort ausleihen.

Cityreisende finden in Kalajoki eine große Bandbreite an Unterkünften: von Luxus- Ferienhäusern über Hotelzimmer mit Meerblick bis zu Bauernhäusern und Finnlands größtem Campingplatz direkt am Meer.

Tipp!
Die beiden Kalla-Inselchen liegen vor der Küste, etwa 20 km von den Hiekkasärkät-Dünen entfernt. Sie haben bis heute die Autonomierechte bewahrt, die ihnen das schwedische Könighaus 1620 verliehen hat. Auf Maakalla stoßen Sie u.a. auf malerische Fischerhütten und eine alte Holzkirche samt Pfarrhaus. Auf Ulkokalla finden Sie einen Leuchtturm mit Übernachtungsmöglichkeit. Die Natur hier draussen ist sowieso einzigartig, so dass ein Abstecher auf die Inseln ein wirklich besonderes Finnland-Erlebnis ist!

Silicon Valley in Finnland: Oulu
Oulu an der Küste des Bottnischen Meerbusens ist mit 128.000 Einwohnern die größte Stadt im Norden Skandinaviens. Als Sitz einer Universität ist sie ein lebendiges Zentrum von Wissen, Forschung und High-Tech-Industrie.

So vielfältig und modern wie seine Wirtschafts- und Bildungsstruktur ist das Kulturangebot Oulus, auch  Unterhaltung und Shoppingmöglichkeiten stehen dem in nichts nach. Herrliche Ausflugsmöglichkeiten bieten sich zum Beispiel am Marktplatz, wo Sie zu einer Schiffstour auf die Ostsee starten können. Mit dem Boot über den Oulujoki-Fluss erreichen Sie flussaufwärts das Freilichtmuseum Turkansaari. Im Juni dürfen Sie auf keinen Fall das Teerboot-Rennen auf dem Oulujoki verpassen.

Auch ein Ausflug auf die größte Insel im Bottnischen Meerbusen lohnt: Sie erreichen Hailuoto, gleich vor der Küste bei Oulu gelegen, mit einer kostenlosen Autofähre.

Oulu hat sich besonders auf Familien eingestellt. Der "Hit" bei Kindern und Eltern ist das Holiday Club Oulu Eden Spa mit seiner Wasserwelt. Für Familien immer ein Erlebnis sind Besuche im Wissenschaftszentrum "Tietomaa" sowie im Zoologischen Museum und im Botanischen Garten der Universität von Oulu. Ein Riesenspaß für Kinder ist ferner der Speed Park beim Nallikari Campingplatz.

Ein Geheimtipp für Romantiker sind sommerliche Abendstunden an den nahe gelegenen Sandstränden von Nallikari – ein idealer Platz, um den Sonnenuntergang am Meer auf finnische Art zu genießen.

Das Seengebiet

Ein blaues, endloses Labyrinth aus Seen, Inseln, Flüssen und Kanälen, immer wieder unterbrochen von Wäldern und Höhenzügen, das sich über hunderte Kilometer erstreckt – so und noch viel schöner ist das größte Seengebiet Europas.

Seen, ob größer oder kleiner, finden sich in allen Regionen Finnlands. Doch der Osten des Landes ist ganz besonders vom Wasser verwöhnt. Das Saimaa-Seengebiet liegt fast an Finnlands östlicher Grenze, die an Russland grenzt. Die Seen sind ein ausgedehntes, weit verästeltes System aus Wasserstraßen, die sich im Westen weiter bis Kuopio und im Norden bis Nurmes ausdehnen. Dieser einmaligen Naturschönheit verdankt Finnland seinen weltweiten Ruf als Land der tausend Seen.

Das Saimaa-Seengebiet ist wie geschaffen für Urlaub aller Art: Hier findet man noch Ruhe pur und eine unzerstörte Natur. Seen, Flüsse und Wälder bieten aber auch die Möglichkeit zu einem erlebnisreichen Aktivurlaub. Dazu ist in der Region und in den idyllischen kleinen Orten eine ländliche Kultur lebendig geblieben, die in Europa einmalig ist.

Lappland

Hoch im Norden Finnlands erstreckt sich die letzte unberührte Wildnis Europas: Lappland. Ursprünglicher Schönheit und fast menschenleere Weite machen dieses Land aus. Dies ist die Heimat der Sami, dem Urvolk des Nordens mit seinen Geschichten, seinen Traditionen und seiner eigenen Sprache.

Der Sommer in Lappland ist kurz, dafür aber umso kraftvoller. Die Sonne geht in dieser Zeit kaum unter und die Temperaturen können sommerliche 25° bis 30° Celsius erreichen. Touren durch die Natur, beispielsweise in einem der zahlreichen Nationalparks, sind nun besonders reizvoll. Egal ob wandernd, mit den Nordic Walking Stöcken oder auf dem Mountainbike.
 
Krönender Abschluss der Sommermonate ist „Ruska", der finnische „Indian Summer", bei dem sich die weiten Wälder Lapplands in größter Farbenpracht präsentieren.

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