Lob für nordeuropäische Länder – Finnland erreicht eine Topposition im Wettbewerbsindex 2008-2009

Erneut hat Finnland einen Rang unter den Top 10 im Wettbewerbsindex Global Competitiveness Index (GCI) erreicht, der ein Mal pro Jahr vom Weltwirtschaftsforum (WEF) mit Sitz in Genf herausgegeben wird. Den Spitzenplatz erhielten die USA, Finnland erreichte wie im Vorjahr vor Deutschland, den Niederlanden und Japan Platz 6. Die öffentlichen Institutionen Finnlands wie die der anderen Länder Nordeuropas wurden als außerordentlich transparent und effizient arbeitend eingestuft.

Joe Brady/Virtuelles Finnland

Laut WEF "präsentieren sich die nordeuropäischen Länder der Europäischen Union erneut mit Spitzenplätzen in den Ranglisten. Wie in den Vorjahren überragen sie die Vereinigten Staaten in zahlreichen Bereichen. Die nordeuropäischen Länder erhalten mit der Schweiz die besten Bewertungen weltweit für das makroökonomische Umfeld, zumal sie stattliche Budgetüberschüsse erzielen können.” Die CGI erstellt breit angelegte Rankings zu Indikatoren, die für Produktivitätssteigerung und Wettbewerbsfähigkeit aussagekräftig sind. Der CGI-Index besteht aus den neun Teilindizes Makroökonomie, Gesundheitswesen, Primärbildung, höhere Bildung und Aus- und Weiterbildung, Markteffizienz, Stand der Technologie, Wirtschaftserfahrenheit und Innovation.

Lob für nordeuropäische Länder

Die Autoren des Wettbewerbsindexes erklären, dass die öffentlichen Institutionen Finnlands und Schwedens weltweit die größte Offenheit und Transparenz aufweisen. Finnland, Dänemark und Schweden belegen weiterhin die Spitzenplätze im Bereich höhere Bildung sowie Aus- und Weiterbildung, wo laut WEF "die Arbeitskräfte die Kompetenzen aufweisen, die für eine schnelle Anpassung an ein sich veränderndes Umfeld erforderlich sind." Die nordeuropäischen Länder belegen, dass die Transparenz der Institutionen, gekoppelt mit einer weltoffenen Bildung und Technologieinnovation, eine erfolgreiche Strategie für die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen, hoch entwickelten Volkswirtschaften ist.

Die Stärken Finnlands

Seit mehreren Jahren liegt Finnland im Wettbewerbsfähigkeitsranking der WEF an der Spitze. Im Jahre 2003 hat die WEF Finnland attestiert, dass ihre Stärken in einer gut geführten Wirtschaftspolitik, hervorragenden öffentlichen Einrichtungen und einem Privatunternehmertum liegen, das sich durch schnelle Anpassungsfähigkeit an Technologie und Innovation auszeichnet.  



Diesen Vorzügen kann die Erkenntnis der anerkannten gemeinnützigen Organisation Transparency International hinzugefügt werden, demzufolge es in den höheren Etagen Finnlands nahezu keine Korruption gibt. Der Chefökonom des Weltwirtschaftsforums WEF, Augusto Lopez-Claros, sagt gute Aussichten für Volkswirtschaften wie Finnland voraus. "In Ländern, die wie die nordeuropäischen Länder verstärkt in das Bildungssystem investieren, steigt das Pro-Kopf-Einkommen rasch, die Armut verringert sich zunehmend und die Fähigkeit, sich auf dem globalen Wirtschaftsmarkt zu etablieren, wächst," so Augusto Lopez-Claros.



Vor ein paar Jahren hat die New York Times bereits darauf hingewiesen, wenn auch anders formuliert, indem sie ihre Leser dazu aufgerufen hat, das Modell des skandinavischen Sozialismus sowie das falsch verstandene Konzept, dass eine hohe Steuerlast und kostspielige öffentliche Wohlfahrt den Unternehmensgeist lähmen, zu vergessen. Laut NYT gehören die nordeuropäischen Länder, Finnland an der Spitze, zu den interessantesten Wirtschaftsmodellen schlechthin und zu den bestplatzierten Ländern für Investitionen. Virtual Finland unterstreicht, was jeder Finnlandkenner weiß, nämlich dass Angelegenheiten in Finnland schnell und gut erledigt werden. Investoren aufgepasst!



Erste Veröffentlichung im November 2003 / Aktualisierung im Juni 2009

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