• Chill-out bei den Samen

    Die Samen besitzen ein reiches kulturelles Erbe und sind für ihre enge Beziehung zum Land, auf dem sie leben, bekannt. Ob Sie ein abenteuerlustiger Mensch sind oder lieber ein gemächliches Tempo anschlagen wollen, lassen Sie ich von den Samen in ihre Welt und Lebensweise einweihen. Inari, Enontekiö und Utsjoki gehören zu den besten Orten, um der mythischen Vergangenheit und Gegenwart der Samen nachzuspüren.

  • Sajos ist das architektonisch einzigartige, neue Kulturzentrum der Samen in Inari. Dort lassen sich der Sitz des samischen Parlaments und zahlreiche Aktivitäten wie Workshops für samische Handarbeiten finden. Hier sehen Sie das atemberaubende, ins Nordlicht getauchte Zentrum.

  • Traditionelle samische Wiege aus Rentierleder, buntem Filz und farbenfrohen Bändern

  • Das samische Jahr beginnt im Mai, wenn die Rentierkälber geboren werden. Die Rentierzucht steht im Mittelpunkt der samischen Kultur. Lernen Sie diese halbzahmen Tiere auf Rentierfarmen, in der Wildnis oder bei Rentierrennen kennen.

  • Die „Kota“ dient den Samen als temporäres Zuhause und Wetterschutz. Sie ähnelt im Design einem Indianer-Tipi, ist aber weniger vertikal und bei starken Winden stabiler. Die samischen Rentierzüchter können mithilfe von ihnen in den baumlosen Fjälls Lapplands ihren Herden folgen.

  • Motorschlitten sind die modernen Transportmittel der Samen in Lappland.

  • Die Wunder der Siida in Inari, ein wichtiger Treffpunkt, aber auch ein Fenster in die samische Kultur und die vielfältige Natur Lapplands. In der Siida können Sie das ganze Jahr hindurch wechselnde Ausstellungen zu samischer Kultur, Kunst und Natur erleben.

  • Ein britisches Paar hat in der Schneekapelle des Hotels Kakslauttanen (Februar 2011) geheiratet und fährt zum dortigen Igludorf. Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für viele Samen.

  • Dieses samische Schmuckstück wird risku oder solju genannt. Es symbolisiert die Sonne und ist mit Lauchblumen verziert. Es gehört zur samischen Tracht und hält das Umhängetuch fest. Der Brauch des risku stammt von der samischen Hochzeitstradition her.

  • Die Fellschuhe oder nutukkaat aus Rentierfell halten Ihre Füße auch bei extrem kaltem Wetter warm. Sie sind traditionelle, samische Winterschuhe, die auch heute noch benutzt werden.

  • Der samische Vater und sein Sohn, Lauri and Timo Hetta, sind Rentierzüchter, die im Dorf Vuotso leben. Hier sehen wir sie bei ihrem frühen Wohnort in Purnumukka, auf dem Kopf die traditionelle Samenmütze.

  • Eine der berühmtesten Geschichten der Samen erzählt von der Entstehung der Nordlichter: Der Fuchs lief über den Nachthimmel, fegte dabei den Himmel mit seinem Schwanz und hinterließ den Menschen ein fantastisches Lichtspiel zum Betrachten.

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Chill-out bei den Samen

Vergessen Sie die Uhr und erkunden Sie die Weiten des atemberaubenden Heimatlands der Samen, nehmen Sie an ihren Festen und Aktivitäten teil und lernen Sie ihre Lebensweise kennen. Wir präsentieren Ihnen hier nur einige „samische Dinge“, die Sie im Jahresverlauf erleben können.

Das samische Gebiet im Norden Finnisch-Lapplands bietet Ihnen das ganze Jahr über unbegrenzte Outdoor- und Indoor-Aktivitäten und vor allem engen Kontakt mit der einzigartigen Kultur der Samen, dem einzigen indigenen Volk der EU. Die Samen leben in den nördlichen Regionen Finnlands, Norwegens und Schwedens sowie in Teilen Nordostrusslands. In Finnland zählt die samische Bevölkerung rund 9.000 Einwohner. Für die Erhaltung ihrer gefährdeten Sprache und Kultur setzt sich ein autonomes Parlament ein, das im finnischen Inari seinen Sitz hat.

Lassen Sie sich von den Samen führen und unterweisen

Begleiten Sie die „Cowboys des Nordens“: Gesellen Sie sich zu den Samen in den Gemeinden Inari, Enontekiö und Utsjoki, die einzige Gemeinde in Finnland mit einer samischen Mehrheit. Lassen Sie sich von ihren samischen Gastgebern zu ihren Rentieren führen. Lernen Sie, wie man ein Rentierlasso schwingt, versuchen Sie sich in traditionellen Handarbeiten oder samischem Kochen.

Die Schamanentrommel ist zwar heutzutage eher ein beliebtes Touristensouvenir, ursprünglich wurde sie aber von den Schamanen, begleitet von Joiks, dem Sprechgesang der Samen, als Mittel eingesetzt, Trance zu erzeugen, um mit den Geistern kommunizieren zu können.

Ein Besuch im Dorf Inari, das Herz des samischen Heimatlands, und im Siida, dem Museum der finnischen Samen, ist ein absolutes Muss. Das außergewöhnliche, weltweit bewunderte Indoor- und Outdoor-Museum präsentiert alle Aspekte der samischen Kultur, ihr Gestern und Heute, sowie Lapplands einzigartige Umwelt. Siidas verführerischer Souvenirladen und die vielen anderen Kunstgewerbeläden im Dorf bieten interessante Designprodukte aus vielen natürlichen Materialien und köstliche lokale Esswaren.

Fischen, Jagen und Wandern mit den Samen

Sie können mit den Samen im lachsreichen Teno-Fluss oder im Inari-See Fischen gehen, selbst im Winter. Sie können aber auch jagen oder Pilze und Beeren wie die seltenen, goldfarbigen Moltebeeren pflücken gehen. Machen Sie sich auf den Weg zu den heiligen Fjells, z. B. zum Saana in der Kilpisjärvi-Region, oder zu den Seitas, den heiligen Steinen der Samen, den Pforten zu ihrer Geisterwelt. Im malerischen Dorf Hetta, wo die samische Kultur noch heute lebendig und kraftstrotzend ist, bringt Sie das Besucherzentrum der Fjäll-Samen auf die richtigen Pfade, auch nach Raittijärvi, das letzte, echt samische Dorf, zu dem immer noch keine Straße führt.

Nehmen Sie an den Veranstaltungen und Festen der Samen teil

Im März und April können Sie an den Wettbewerben im Eisangeln und Lachsfischen teilnehmen oder die in vielen Teilen des nördlichen Lapplands stattfindenden Rentierrennen besuchen. Verpassen Sie das letzte und größte Rennen in Inari nicht, wo der Champion aller Rennen gekrönt wird und sich die Rentierzüchter aus ganz Lappland versammeln. Die Rennen enden in der Regel mit einem Ball der Rentierzüchter und Goldgräber im legendären Kultahovi-Hotel. Zu dieser Jahreszeit werden auch Taufen, Hochzeiten, Märkte, Konzerte und Tanzveranstaltungen abgehalten, denn die Samen feiern dann ihre wichtigsten Feiertage, Mariä Verkündigung (25. März) und Ostern. Im April wird auf den einstigen Postpfaden, die vom Dorf Hetta in Finnland nach Kautokeino in Norwegen führen, das traditionelle Langlaufrennen, der nördlichste Skimarathon der Welt, ausgetragen.

Der Sommer bietet im Juli die Teilnahme an den Lachsfischmeisterschaften auf dem Teno-Fluss in Utsjoki, während im August das Musikfestival der indigenen Völker, Ijahis Idja (Nachtlose Nacht) und die St.Triphon-Prozession der russisch-orthodoxen Skolt-Samen, die durch vier Dörfer führt, stattfinden.

Samisches Essen ist köstlich

Samische Lebensmittel sind stets frisch und regional, wie etwa Rentier, Fisch, Beeren, Wild und Wildvögel. Probieren Sie eine cremige Lachssuppe, geräuchertes oder getrocknetes Rentierfleisch, Schneehuhnwurst, sautiertes Rentier mit Lapplandkartoffeln und Wildpreiselbeeren, gebratenen Saibling oder Lachs, lappländisches Brot und lappländischen Käse mit Moltebeerenmarmelade.
Und zum Ausklang könnten Sie das traditionsreiche Kalastajan Majatalo, die „Fischerschenke“ in Karigasniemi besuchen, wo sich die Einheimischen am Wochenende treffen, musizieren, tanzen und nicht so traditionelle Karaoke singen.

 

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