Die 10 schönsten Landschaften Finnlands

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Sommerlandschaft in Aavasaksa.

Foto: Aavasaksa, Matti Björninen

Warum Finnlands einzigartige Landschaften einen Besuch wert sind

Finnlands Landschaften erzählen eine Geschichte, die von Wasser, Wald und Licht geprägt ist. Dies ist ein Land, in fast 200.000 Seen sich endlose Himmel spiegeln, wo die arktische Wildnis auf die Ostseeküste trifft und wo die Jahreszeiten vertraute Orte in völlig neue Welten verwandeln.

Viele Besucher erwarten Schnee und Rentiere (und die gibt es natürlich auch!). Finnlands Naturschönheit geht weit tiefer und ist abwechslungsreicher, als es die Postkarten vermuten lassen. Von den felsigen Inseln des Schärengartens von Helsinki bis zu den uralten Fjäll in Lappland, von den Gebirgskämmen an den Seen bis zu den Stränden an der Küste – diese zehn Landschaften zeigen, warum Finnland das richtige Reiseziel ist, wenn du auf der Suche nach einzigartig unterschiedlichen Landschaften bist.

Egal, ob du der Mitternachtssonne nachjagst und auf das Nordlicht hoffst oder einfach nur auf der Suche nach dem seltenen Gut der echten Wildnis bist, diese Reiseziele bieten Erlebnisse, die du noch lange nach deiner Rückkehr in Erinnerung behalten wirst.

Artikel aktualisiert im Dezember 2025.

Credits: Harri Tarvainen

1. Koli-Nationalpark

Finnlands nationale Landschaft in Koli hat seit Generationen Künstler und Naturliebhaber in ihren Bann gezogen, und wenn du sie einmal selbst erlebt hast, wirst du verstehen, warum. Von der Anhöhe Ukko-Koli aus hat man einen weiten Blick über den Pielinen-See und die umliegenden Wälder - ein Panorama, das sich im Laufe der Jahreszeiten dramatisch verändert. Der Sommer bringt üppiges Grün und endloses Tageslicht für Wanderungen auf den gut ausgeschilderten Wegen. Der Herbst verwandelt die Wälder in eine feurige Palette von Rot- und Goldtönen, von denen Fotografen träumen. Der Winter hüllt alles in eine unberührte Schneedecke und schafft eine so magische Szenerie, dass man sich fast wie in einer anderen Welt fühlt. Die Wege reichen von einfachen Spaziergängen am Seeufer bis hin zu anspruchsvolleren Kletterpartien, so dass sie für die meisten Fitnessniveaus geeignet sind und dennoch ein Gefühl von Abenteuer in der Wildnis vermitteln.

Koli liegt in der Region Nordkarelien in Finnland, die nicht nur unvergessliche Landschaften bietet, sondern auch einen tiefen Einblick in das bedeutende finnische Kulturerbe und die Küche.

Foto: Jussi Helttunen

2. Route 62 im Saimaa-Gebiet

Foto: Saimaa Cycle Tour, Niko Laurila

Die Route 62 zwischen Mikkeli und Ruokolahti wird oft als eine der landschaftlich reizvollsten Strecken Europas bezeichnet und führt durch das Herz der finnischen Seenplatte. Es handelt sich nicht nur um eine Reise von A nach B, sondern um ein Erlebnis, das sich hinter jeder Kurve entfaltet. Die Straße schlängelt sich zwischen glitzernden Seen und dichten Wäldern hindurch, mit Aussichtspunkten, die dazu einladen, anzuhalten und einfach die Seele baumeln zu lassen. Halte an der Puumala-Brücke für Instagram-würdige Aussichten an, oder genieße die Mitternachtssonne in Lietvesi, wenn du im Sommer kommst. Der Geopark Saimaa entlang der Route erzählt die Geschichte der alten geologischen Vergangenheit Finnlands und verbindet sie mit den Aktivitäten der Gegenwart.

Liebhaber von Kammstraßen sollten sich auch die anderen landschaftlich reizvollen Straßen von Lakeland nicht entgehen lassen: Punkaharju in Savonlinna und Pukkilanharju bei Lahti, wo schmale Landbrücken zwischen Seen wahrhaft dramatische Landschaften schaffen.

3. Leuchtturm Kylmäpihlaja, Rauma

Der Leuchtturm von Kylmäpihlaja, der in den finnischen Schären wacht, bietet etwas ganz Besonderes: einen Einblick in das maritime Finnland, der den meisten internationalen Besuchern entgeht. Dieser funktionstüchtige Leuchtturm steht auf einer kleinen Felseninsel, umgeben von den ständig wechselnden Stimmungen der Ostsee. Die Anreise ist das halbe Abenteuer, und sobald du angekommen bist, wirst du verstehen, warum dieser Ort so einzigartig ist. 

Die umliegenden Schären können mit Stockholms berühmteren Inseln mithalten, sind aber nicht so überlaufen. Kombiniere deinen Besuch mit einem Abstecher in die Altstadt von Rauma, einem UNESCO-Weltkulturerbe mit charmanter Holzarchitektur, oder erkunde andere finnische Küstenjuwelen wie die Leuchttürme Bengtskär oder Söderskär (ganz wie die Mumins). 

Foto: City of Rauma

4. Riisitunturi Nationalpark

Foto: Julia Kivelä

Wenn der Winter in Lappland Einzug hält, verwandelt sich der Riisitunturi-Nationalpark in ein Paradies für Fotografen. Die berühmten "Tykky"-Bäume des Parks (Fichten, die mit gefrorenem Schnee und Eis beladen sind) bilden jenseitige Skulpturen, die wie aus einem Fantasy-Film wirken. Besuche uns im Januar oder Februar, wenn die Temperaturen sinken und die Tykky-Formationen am spektakulärsten sind. Die kristallklare Luft und die schneebedämpfte Stille sorgen für ein fast meditatives Erlebnis.

Auch wenn der Winter hier die Hauptrolle spielt, solltest du die "Ruska"-Saison im Herbst nicht verpassen, wenn die Landschaft in leuchtenden Orange- und Rottönen erstrahlt. Eine geführte Wintertour ist sehr empfehlenswert, da sich die Bedingungen schnell ändern können und die Ortskenntnis sowohl Sicherheit als auch beste Fotomöglichkeiten gewährleistet.

Credits: Olli Oilinki

5. Flussansichten in Aavasaksa und Oulanka

Diese Flusspanoramen zeigen die finnische Landschaft auf eine einzigartige Weise. Auf Aavasaksa fließt der Tornio unter dir, während du beobachtest, wie die Mitternachtssonne ihren Sommerzauber entfaltet und nie ganz unter den Horizont sinkt. Das goldene Licht taucht alles in Wärme, selbst um 2 Uhr morgens. Der Oulanka-Nationalpark bietet eine andere, aber ebenso fesselnde Perspektive. Hier schlängelt sich der Fluss durch uralte Felsformationen, während sich die arktische Wildnis endlos vor dir ausbreitet. Während der Ruska-Saison im Herbst fügen die umliegenden Wälder der ohnehin schon atemberaubenden Szenerie noch spektakuläre Farben hinzu.

Foto : Aavasaksa, Matti Björninen
Foto: Julia Kivelä

6. Kilpisjärvi

Foto: Marko Junttila

Willkommen in Finnlands gebirgigster Ecke, wo die skandinavischen Gipfel Horizonte schaffen, die es sonst nirgendwo im Land gibt. Kilpisjärvi liegt am Schnittpunkt von Finnland, Schweden und Norwegen und bietet Ausblicke, die eher alpin als arktisch anmuten. Der ikonische Saana-Fell dominiert die Landschaft und bietet mit seinem markanten Profil anspruchsvolle, aber lohnende Wanderungen für diejenigen, die bereit sind, ihn zu bewältigen. 

Im Sommer umkreist die Mitternachtssonne den Himmel in einem endlosen Tanz aus goldenem Licht und taucht nie unter den Horizont. Der Winter hat seine eigene Magie: wenn die Bedingungen stimmen, färbt das Polarlicht den Himmel in himmlisches Grün und Violett. Wenn du dich in die Wildnis wagst, solltest du unbedingt einen örtlichen Führer engagieren, da sich Wetter und Bedingungen in dieser extremen Umgebung schnell ändern können.

Foto : Suvi Mansikkasalo

7. Beobachtungstürme: Puijo und Näsinneula

Foto: Kuopio-Tahko Markkinointi

Manchmal kann man Finnlands seenreiche Landschaft am besten von oben betrachten. Der Puijo-Turm in Kuopio und der Näsinneula-Turm in Tampere sind zwei der am besten zugänglichen und zugleich atemberaubendsten Aussichtspunkte des Landes. Beide verfügen über Drehrestaurants, in denen du die lokale finnische Küche genießen kannst, während sich die Landschaft langsam vor dir dreht - ein einzigartiges kulinarisches Erlebnis, das seinesgleichen sucht. 

Die Türme bieten eine perfekte Orientierung, um zu verstehen, wie wassergeprägt die finnische Landschaft wirklich ist. In jeder Richtung erstrecken sich Seen, Wälder und noch mehr Seen bis zum Horizont. Beide Städte sind von Helsinki und anderen Orten aus leicht mit dem Zug zu erreichen, so dass diese Türme ideal für Besucher sind, die spektakuläre Aussichten genießen möchten, ohne sich in die Wildnis zu wagen. Versäume es nicht, die lokalen Spezialitäten der Seenplatte zu probieren, während du dort bist.

Foto : Visit Tampere, Laura Vanzo

8. Helsinki-Inseln

Foto: AdobeStock

Die Ostsee hat die Identität Helsinkis seit Jahrhunderten geprägt, und nirgendwo wird dies deutlicher als in den Schären, die die Gewässer rund um die Hauptstadt säumen. Diese Inseln bieten eine unerwartete Fluchtmöglichkeit, ohne die Stadt zu verlassen. Die Festungsinsel Suomenlinna verbindet UNESCO-geschützte Geschichte mit Wanderwegen an der Küste und stimmungsvollen Restaurants. Kleinere Inseln wie Lonna und Vallisaari bieten Strände, Saunas und das typisch finnische Sommergefühl. 

Jede Insel hat ihren eigenen Charakter – manche wild und natürlich, andere eher kultiviert und kulturell. Die ständig wechselnden Stimmungen des Meeres, von spiegelglatten Sommerabenden bis zu dramatischem Wintereis, bilden eine unendlich abwechslungsreiche Kulisse. Während des Sommers verkehren regelmäßig Fähren, so dass sich ein Inselhüpfen leicht mit einem Helsinki-Besuch verbinden lässt. Es ist eine Seite der Hauptstadt, die viele internationale Besucher überrascht.

Foto : Julia Kivelä

9. Nordische Strände an Finnlands Küste

Foto: Mariia Kauppi

Finnland ist vielleicht nicht der erste Ort, an dem man an einen Strandurlaub denkt, aber die Küstenlinie des Landes birgt reizvolle Überraschungen. Die eleganten Holzvillen von Hanko und die alte Bäderkultur schaffen eine kultivierte Atmosphäre am Meer, die unverkennbar nordisch ist. Yyteri bei Pori erstreckt sich über Kilometer – einer der längsten Sandstrände in den Nordischen Ländern, perfekt für lange Spaziergänge und sommerliches Baden. Die endlosen Dünen von Kalajoki wirken an sonnigen Tagen fast mediterran. 

Wer etwas wirklich Einzigartiges sucht, sollte Kaunissaari in Pyhtää oder Degersand auf den Åland-Inseln besuchen, wo die Schärenlandschaft auf unberührte Sandstrände trifft. Diese Strände bieten eine sanftere, leichter zugängliche Möglichkeit, Finnlands Beziehung zum Wasser zu erleben. Die Sommersaison ist kurz, aber herrlich, mit langen Tageslichtstunden und überraschend warmen Temperaturen zum Schwimmen, besonders im Juli.

Foto : Julia Kivelä
Foto: Maisa.fi

10. Inari-See

Foto: Wilderness Hotels

Im Herzen der samischen Region in Lappland liegt der Inari-See, ein Ort von großer kultureller Bedeutung und atemberaubender natürlicher Schönheit. Er ist der größte See Lapplands und nimmt in der Kultur der Samen einen besonderen Platz ein, dem Besucher mit Respekt begegnen sollten. Die Fischer schätzen diese Gewässer, während Reisende von dem rauen, abgelegenen Charakter der Landschaft angezogen werden. Besuche uns im Sommer, wenn die Mitternachtssonne die unzähligen Inseln und versteckten Buchten des Sees beleuchtet. 

Herbst und Winter bieten noch etwas ganz Besonderes: Wenn der See noch nicht zugefroren ist und der Himmel klar ist, tanzen die Nordlichter über dem See und spiegeln sich perfekt im dunklen Wasser, so dass ein Spiegelbild von himmlischer Schönheit entsteht. Die umgebende Wildnis wirkt zeitlos und demütig, eine Erinnerung an die Kraft und Beständigkeit der Natur im hohen Norden.

Credits: Pertti Turunen

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