Die wunderbare Tierwelt Finnlands

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Schwan, der auf der finnischen Seenplatte auf dem Wasser landet

Foto: André Alexander Baumann

Auf geht's zur Tierbeobachtung in Finnland

Die riesigen grünen Wälder, die wunderschönen baltischen Inseln, die windgepeitschten arktischen Fjells und die unzähligen blauen Seen Finnlands sind die Heimat einer vielfältigen Tierwelt und laden Besucher zu atemberaubenden Tierbeobachtungen ein.

Diese unberührten und malerischen Landschaften bieten Lebensraum für zahlreiche Wildtiere und Vögel, darunter Bären, Wölfe, Luchse, Adler, Kraniche, Schwäne und die seltenste Robbe der Welt.

Vogelbeobachter zieht es nach Finnland, denn einige Arten können nur hier und an keinem anderen Ort in Europa bewundert werden. Auch begeisterte Naturfotografen nutzen gerne Ausflugsmöglichkeiten und Einrichtungen in Finnland für spektakuläre Aufnahmen von faszinierenden Tieren in ihren natürlichen Lebensräumen.

Die ganzjährig geöffneten 41 finnischen Nationalparks sind ein hervorragender Ausgangspunkt für die Suche nach diesen Tieren. In unserer Wildlife-Galerie präsentieren wir einige der bekanntesten Tiere und Vögel der wunderbaren Tierwelt Finnlands.

Credits: Guido Muratore

Luchs

Diese schönen Großkatzen wurden während der vergangenen Jahre zunehmend verbreiteter in finnischen Wäldern. Sie besitzen einen ausgezeichneten Seh-, Geruchs- und Hörsinn und gehen den Menschen aus dem Weg. Besucher brauchen daher schon viel Glück, um einem solchen Exemplar in der freien Wildbahn zu begegnen.

Foto: Jari Peltomäki

Singschwan

Der anmutige weiße Singschwan ist der Nationalvogel Finnlands. Schwärme von Schwänen und Kranichen, die aus ihren südlichen Überwinterungsgebieten zurückkehren, werden von den Finnen als Vorboten des sehnlich erwarteten Frühlings begrüßt.

Credits: Ismo Pekkarinen

Saimaa-Ringelrobbe

Diese seltenen Binnenrobben haben sich an ihre Süßwasserumgebung angepasst, seit sie nach der Eiszeit im Saimaa-See – Finnlands größtem See – vom Meer abgeschnitten wurden. Und da sie nur im Saimaa-See zu finden sind, gelten sie als die seltensten Robben der Welt. Obwohl ihre Zahl durch Schutzmaßnahmen in letzter Zeit auf über 400 gestiegen ist, ist die Saimaa-Ringelrobbe noch immer stark gefährdet.

Foto: Teuvo Juvonen / Vastavalo

Große graue Eule

Die konzentrischen Ringe um die Augen dieser riesigen nördlichen Eulen verleihen ihnen einen Ausdruck permanenter Überraschung. Beachte, dass große graue Eulen aggressiv werden können, wenn du dich ihren Nestern oder Jungen näherst.

Foto: Jari Peltomäki

Wolf

Wer fürchtet sich vor dem großen bösen Wolf? Du nicht! Tatsächlich musst du bei einem Spaziergang durch die finnischen Wälder eine Begegnung mit einem Wolf kaum befürchten. Wölfe sind nämlich selten und weichen Menschen nach Möglichkeit aus. Die beste Möglichkeit, einen Wolf in freier Wildbahn zu erspähen, ist die Teilnahme an einer der speziell organisierten nächtlichen Wildtierbeobachtungstouren in Finnlands östlichen Grenzgebieten, wo Wölfe am häufigsten sind.

Foto: Maximilian Muench

Bär

Finnland ist die Heimat von mehr als 1.500 Bären, aber sie sind selten zu sehen und sehr menschenscheu. Viele Reiseveranstalter jedoch bieten Exkursionen in die Wälder von Ost-Finnland an, bei denen du in einem Versteck übernachtest und wilde Bären fotografieren kannst, die von verstreutem Futter angelockt werden.

Credits: Konsta Punkka

Vielfraß

Vielfraße sind auch als Bärenmarder bekannt und zähe Tiere, die wie kleine längliche Bären aussehen. Tatsächlich sind sie jedoch enger mit Finnlands Baummardern, Fischottern und Dachsen verwandt. Nimm in Ostfinnland an einer Tour zur Vielfraßbeobachtung teil, um diesen gefährlichen Räuber aus nächster Nähe zu beobachten.

Foto: Guido Muratore

Unglückshäher

Unglückshäher sind gesellige Vögel, die in Lappland und anderen nördlichen Regionen zu finden sind. Sie tauchen zufälligerweise oft dann auf, wenn Besucher in den zahlreichen finnischen Wäldern gerade ein Picknick veranstalten und Krümel übrigbleiben.

Hermelin

Das Hermelin ist mit seinem weißen Winterfell im Schnee gut getarnt. Viele finnische Wildtiere wechseln im Herbst ihr Sommerfell und werden im Winter weiß, darunter auch das Hermelin. Lass dich nicht von einem scheinbar leeren, schneebedeckten Wald täuschen: oft findet man frische Spuren von Tieren und Vögeln.

Seeadler

Dank der Bemühungen finnischer Naturschützer sind die majestätischen Seeadler nicht mehr vom Aussterben bedroht. Heute sind sie über dem Wasser und den Inseln der Ostsee ein alltäglicher Anblick.

Credits: Jaakko Salo

Rentier

Finnische Rentiere stammen von wilden Bergrentieren ab und sind semi-domestiziert. In Lappland gibt es tatsächlich mehr Rentiere als Menschen – 200.000, um (relativ) genau zu sein. Und keine Sorge, sie frieren nicht – Rentiere sind an frostiges Wetter angepasst und vertragen Temperaturen bis -50 °C! Sie sind auch die einzigen Säugetiere, die ultraviolettes Licht sehen können, was sie vor Schneeblindheit schützt.

Foto: Pentti Sormunen

Elch

Einer der beeindruckendsten vierbeinigen Bewohner Finnlands ist der bis zu 700 kg schwere Elch. Elche kommen praktisch überall in Finnland vor, da ihre Zahl mangels natürlicher Feinde derzeit stark zunimmt. Elche sind am leichtesten in der Morgen- und Abenddämmerung zu beobachten, wenn sie sich aus den Wäldern herauswagen, um in Sümpfen, auf Wiesen und in Feldern zu grasen.

Credits: Antero Aaltonen

Siehe auch

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