Die besten Tipps, um Nordlichter in Finnland zu sehen

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Rentiere und Hirte unter den Nordlichtern.

Foto: Antti Pietikäinen

Was du wissen solltest, bevor du in Finnland auf Nordlichter-Jagd gehst

Im Norden Finnlands sind die Nordlichter an rund 200 Nächten im Jahr zu sehen – mit dem richtigen Timing und dem richtigen Ort stehen die Chancen, sie zu erleben, wirklich gut. Das wissen erfahrene Nordlichter-Jäger, bevor sie aufbrechen.

Nordlichter entstehen in mehr als 100 Kilometern Höhe, wenn Sonnenwinde – Ströme geladener Teilchen von der Sonne – auf die Erdatmosphäre treffen. Vom Boden aus sind sie sichtbar, wenn der Himmel dunkel und klar ist – in Nordfinnland ist das während der Nordlichter-Saison von August bis April regelmäßig der Fall. Gute Vorbereitung zahlt sich aus.

Artikel zuletzt aktualisiert: April 2026

Foto: Hannes Becker

Tipp 1: Den richtigen Reisezeitpunkt wählen

Finnlands Nordlichter-Saison dauert von Ende August bis Anfang April – das Fenster, in dem die Nächte dunkel genug sind, damit die Lichter sichtbar werden. Innerhalb dieser Zeit sind Herbst und Frühling statistisch gesehen die aktivsten Phasen, wenn die Konstellation zwischen Erde und Sonne häufiger geomagnetische Störungen erzeugt.

Der Winter ist die beliebteste Reisezeit, und die dunkelsten Nächte bieten die längsten Beobachtungsfenster. Wer flexibel ist: September–Oktober und Februar–März vereinen starke Nordlichter-Aktivität mit angenehmeren Temperaturen.

Für eine detaillierte Monatsübersicht lies unseren Artikel über die besten Zeiten, um Nordlichter zu sehen.

Tipp 2: Mach dich auf in den Norden und suche nach den Sternen

Foto: Visit Levi

Je weiter nördlich du reist, desto besser stehen deine Chancen. In Lappland sind Nordlichter in etwa jeder zweiten klaren Nacht zwischen August und April zu sehen. Im Süden Finnlands sinkt die Zahl auf rund 10–20 Nächte pro Jahr.

Ziele auf Orte in der Nähe oder nördlich des Polarkreises. Dort angekommen ist die Entfernung von künstlichem Licht genauso entscheidend wie der Breitengrad: Lass Städte und Straßen hinter dir und such dir offenes Gelände. Seeufer und Hügelkuppen sind ideal – sie bieten dir einen weiten, freien Blick auf den Himmel in alle Richtungen. Am besten buchst du eine geführte Tour, denn erfahrene Guides kennen die besten Standorte.

Tipp 3: Das Wetter im Blick behalten – und das Weltraumwetter

Beim Nordlichter-Jagen zählen zwei Vorhersagen: das normale Wetter und das Weltraumwetter.

Wolken sind der häufigste Grund, warum Menschen die Nordlichter ganz verpassen. Verfolge die lokalen Wettervorhersagen für deinen Aufenthaltsort aufmerksam und sei bereit, den Standort zu wechseln – die Nordlichter-Aktivität kann an einem Ort intensiv und nur wenige Kilometer entfernt gar nicht sichtbar sein.

Für das Weltraumwetter veröffentlicht das Finnische Meteorologische Institut eine aktuelle Karte mit der Nordlichter-Wahrscheinlichkeit für Finnland. Je größer der Punkt auf der Karte, desto besser die Chancen, die Lichter an diesem Ort zu sehen.

Das beste Beobachtungsfenster in einer beliebigen Nacht liegt in der Regel zwischen 21 und 2 Uhr.

Tipp 4: Melde dich für Aurora-Benachrichtigungen an

Glücklicherweise gibt es viele Websites und sogar Apps, die Benutzer über mögliche Polarlichter in ihrer Region in Finnland informieren.

Hier findest du eine Liste mit Websites auf Englisch:

Aurora Alert! Realtime
Northern Lights Alert
Space Weather in Finland
Space Weather Prediction Center

Foto : Thomas Kast
Foto: Pertti Turunen

Tipp 5: Richtig anziehen und eine geführte Tour buchen

Klare Nächte in Nordfinnland sind kalt – oft weit unter null. Zieh dich in Schichten an: Eine Stunde lang reglos draußen zu stehen, ohne ausreichende Kleidung, beendet das Erlebnis schnell – unabhängig davon, was sich über dir am Himmel abspielt.

Wir empfehlen dringend, eine geführte Tour zu buchen, um die Nordlichter zu erleben. Erfahrene Guides kennen das lokale Gelände, verfolgen die Vorhersagen den ganzen Tag über und können schnell reagieren, wenn Wolken aufziehen. Das Angebot reicht von Schneeschuhwanderungen und Schneemobiltouren bis hin zu Rentier-Safaris und Saunaabenden. Wer es lieber warm mag: Glascabins, in denen du die Nordlichter direkt vom Bett aus beobachten kannst, sind ebenfalls eine Option.

Credits: Asko Kuittinen

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